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Fitmacher der Woche: Wirsing - Basisch essen, Abwehr staerken - mit 2 tollen Rezepten!

 

Liebe/r Fastenfreund/in,

Heute wollen wir dir ein altbekanntes Gemüse ans Herz legen, das viele von euch bestimmt aus ihrer Kindheit kennen, aber schon lange nicht mehr zubereitet haben: Den Wirsing. Er gehört zur Familie der Kohlgemüse. Seine Verwandten sind Blumenkohl, Brokkoli, Weißkohl, Rotkohl, Kohlrabi oder Rosenkohl, und sie alle gehören zu den Kreuzblütlern. Früher wusste man es noch: Diese robusten, heimischen Gemüse bringen uns bestens über den Winter. Denn sie sind reich an Vitamin C, gut lagerfähig und vielseitig in der Küche einsetzbar. Das war wichtig in Zeiten, in denen man noch nicht in jedem Supermarkt exotische Früchte wie Zitronen, Mangos oder Kiwis kaufen konnte! So überrascht es auch nicht, dass Kohlsorten zum Standardproviant der Seefahrer gehörten. Keine Reise ohne Kohl! Besonders beliebt: Das lange haltbare Sauerkraut und der widerstandsfähige Wirsing, weil seine wertvollen Inhaltsstoffe auch bei längerer Lagerung erhalten bleiben.

Warum also nicht von diesem alten Wissen profitieren und mal wieder ein leckeres Wirsing-Gericht auf den Tisch bringen? Das muss gar nicht deftig sein mit viel Fett und Kohlwurst – es geht auch modern und leicht, dabei basisch und vegan. Überzeuge dich selbst davon, wenn du unsere Rezept-Tipps (siehe unten) ausprobierst!

 

In diesem Sinne!

Guten Appetit und viel Spaß beim Lesen,

Deine Dörte Wilke, Ralf Moll und das gesamte Fastenteam

 


3 gute Gründe für mehr Wirsing in deiner Küche

 

►  1. Vitamin C

In Wirsing ist besonders viel von dem wichtigen Vitamin enthalten: Mit 49 mg/100 g etwa soviel wie in Orangen. Das wasserlösliche Vitamin hat viele Funktionen im Immunsystem. Unter anderem stimuliert es die zelluläre Immunantwort. Im Falle einer Invasion von Krankheitserregern sorgt es dafür, dass Immunzellen an den richtigen Ort marschieren. Dort fördert es die sogenannte Phagozytose, bei der die Erreger aufgenommen und unschädlich gemacht werden. Darüber hinaus verlängert Vitamin C die Funktionsdauer der Immunzellen und beschleunigt den Histaminabbau im Blut. Der Botenstoff ist Auslöser für eine Reihe von Erkältungssymptomen. Interessant: Die meisten Säugetiere können Vitamin C selbst bilden und legen sich im Krankheitsfalle dicke Vitamin-C-Polster zu. Bis zu 10 Gramm werden dann täglich gebildet, weil das Immunsystem so viel davon verbraucht. Leider hat der Mensch diese Fähigkeit im Laufe der Evolution verlernt und muss das Vitamin mit der Nahrung aufnehmen. Daher macht es Sinn, unsere Speicher rechtzeitig zu füllen und im Krankheitsfall ordentlich nachzulegen.

 

►  2. Ballaststoffe

Wirsing und seine Kohlverwandten sind besonders reich an Ballaststoffen. Sie dienen den freundlichen Darmbakterien als Futter und bringen das Darm-Immunsystem auf Vordermann. Ballaststoffe wirken sich auf den gesamten Verdauungstrakt positiv aus. Das beginnt schon im Mund: Wir müssen besser kauen, das führt zu mehr Speichelbildung und puffert die in der Nahrung enthaltenen Säuren. Im Magen binden Ballaststoffe Flüssigkeit, was zur Dehnung der Magenwand und schnellerer Sättigung führt. Im Darm vergrößern Ballaststoffe das Stuhlvolumen, binden Gifte und Gallensäuren (was indirekt den Cholesterinspiegel senkt). Kohlenhydrate werden durch Ballaststoffe schwerer verdaulich, was den Blutzuckerspiegelanstieg verlangsamt. Im Dickdarm schließlich tragen sie zur Bekämpfung von Keimen bei, bilden antimikrobielle Stoffe und halten die Darmschleimhaut intakt. Eine echte Wunderwaffe also!

 

►  3. Zellschutzstoffe

Allen Mitgliedern der Kohlfamilie gemein ist ein typischer, leicht scharfer Geschmack. Das gilt auch für den Wirsing. Dafür verantwortlich ist eine bestimmte Stoffgruppe, die so genannten Senfölglykoside. Die Pflanzen bilden sie, um sich gegen Fraßfeinde zu schützen. In unserem Körper entstehen daraus Schutzstoffe wie Sulforaphan oder Isothiocyanat. Der erste aktiviert über Enzyme das Immunsystem und schützt vor dem bekannten Magenerreger Helicobacter Pylori. Der zweite hat sogar eine krebsvorbeugende Wirkung. Tipp: die Glykoside sind wasserlöslich, deshalb die Garflüssigkeit bei Kohl, wenn möglich, mitverwenden.

Doch nun genug Theorie, auf zur Praxis!


Zum Nachkochen: Unsere neuen Wirsing-Rezepte

 

Wirsing-Rouladen mit Süßkartoffel-Füllung

Für 2 Personen

Zubereitung: ca. 35 Min.

 

  • 6 große Außenblätter von einem Wirsingkopf
  • 4 Tomaten
  • 1 kleine Süßkartoffel (ca. 200 g)
  • 500 ml Gemüsebrühe Pfiffikus
  • 50 g küchenfertige Esskastanien (Maronen)
  • 1 EL Sahne
  • Steinsalz oder Meersalz
  • schwarzer Pfeffer
  • Holzstäbchen zum Zustecken

 

1.  Wirsingblätter in kochendem Salzwasser 3–4 Minuten blanchieren. Abtropfen und etwas abkühlen lassen. Strünke flach schneiden, so dass die Blätter biegsam sind. Tomaten würfeln.

2.  Süßkartoffel schälen, grob zerkleinern und in 200 ml Brühe 5–7 Minuten köcheln. Kartoffeln zerstampfen. Esskastanien würfeln, unter die Süßkartoffel mischen. Mit der Sahne verfeinern. Mit Pfeffer abschmecken.

3.  Wirsingblätter auslegen. Füllung gleichmäßig darauf verteilen, einschlagen zuklappen und mit Holzstäbchen feststecken.

4.  Öl in einem Bräter erhitzen. Rouladen darin unter Wenden leicht andünsten. Dann die restliche Brühe angießen, Tomaten zufügen und die Rouladen zugedeckt ca. 20 Minuten schmoren lassen. Sud abschmecken, Rouladen mit dem Sud servieren.

Tipp: Den restlichen Wirsing kannst du für das untenstehende Rezept verwenden!


Wirsing-Kartoffel-Pfanne mit gerösteten Haselnüssen

Für 2 Personen

Zubereitung: ca. 30 Min.

  • ½ kleiner Wirsing (ca. 400 g)
  • 6 kleine Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • 400 ml Gemüsebrühe Pfiffikus
  • ½ TL getrockneter Rosmarin
  • 2 EL Haselnuss- oder Mandelblättchen
  • 2 EL Sahne
  • Kräutersalz
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 Prise Muskat

1.  Wirsing in Streifen schneiden. Kartoffeln schälen und vierteln oder sechsteln. Zwiebel und Knoblauch abziehen und fein würfeln. Beides im heißen Öl anbraten. Vorbereites Gemüse zugeben und unter Rühren 5 Minuten dünsten.

2.  Mit der Brühe ablöschen, mit Salz, Pfeffer, Muskat und Rosmarin würzen. Zugedeckt 15 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen. Dann ohne Deckel weitere 5 Minuten garen.

3.  In der Zwischenzeit die Haselnüsse in einer kleinen Pfanne ohne Fett rösten und auf einen kleinen Teller schütten.

4.  Wirsingpfanne mit Sahne verfeinern und abschmecken. Mit den Haselnussblättchen anrichten.

 

Tipp: Statt Haselnussblättchen kannst du natürlich auch Mandelblättchen verwenden.


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